Sommerakademie 2011: 17. bis 22. April 2011
"Im Spannungsfeld zwischen Tod und Leben"
Auch unsere zweite Sommerakademie richtet sich an Medizinstudenten, Ärzte und Angehörige anderer Heilberufe, die sich für eine ganzheitliche Sicht des Menschen interessieren und mit Neugier grundsätzlichen Fragen zum Wesen der Medizin auf den Grund gehen wollen. Ein erklärtes Ziel von uns ist, einen offenen Erfahrungsraum zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam zu wohnen, zu essen, zu arbeiten und zu leben schafft Intimität und einen schützenden Rahmen, in dem es möglich ist, alte Denk- und Verhaltensweisen anzuschauen und zu hinterfragen. Gleichzeitig lädt ein solcher Raum des gegenseitigen Respekts und Austauschs dazu ein, sich kreativ mit den momentanen Herausforderungen des Gesundheitswesens zu beschäftigen und Lösungsansätze zu entwickeln.
Über mehrere Tage werden wir in verschiedenen Seminareinheiten mit kompetenten Referenten Themen erarbeiten, die unser Menschenbild und unseren Blick auf die Medizin erweitern. Ganz konkret sollen Fähigkeiten erarbeitet werden, die wir im Klinikalltag einsetzen können und die unsere Heilerfolge verbessern. Dadurch kann unser Umgang mit Patienten und Kollegen klarer und unsere Therapie hilfreicher werden. Die innere Auseinandersetzung mit den bearbeiteten Themen formt den persönlichen Reifungsprozess, schafft Selbsterkenntnis und hilft uns bewusster als Ärzte und Menschen zu handeln.
Der Gruppenprozess, Dynamiken innerhalb der Gruppe sowie persönliche Anliegen sollen in die inhaltliche Arbeit eingehen können. Deswegen versuchen wir im thematischen Rahmen Freiräume zu erhalten. Genügend freie Zeit zwischen den Seminareinheiten und gemeinsame Abendveranstaltungen wie Meditation, Wanderungen, Grillen und Feedbackrunden sollen Zeit geben zur Integration, Reflexion und zum gegenseitigen Austausch. Zudem laden wir die Dozenten ein, schon am Vortag ihres Beitrags anzureisen und auch im Anschluss daran noch zu bleiben, um an der Gruppenerfahrung teilzuhaben.
